Das BMF konkretisiert in seinem Schreiben vom 19. November 2020 die Gewährung des Sonderausgabenabzug in Zusammenhang mit der Schweiz.

Die nach dem EuGH-Urteil (Bechtel) aufgestellten Prinzipien des Sonderausgabenabzugs können analog auf Sachverhalte mit Länderbezug zur Schweiz angewandt werden. Grund ist das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der EU und der Schweiz.

Die Kriterien lauten somit neuerdings:

„Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Absatz 1 Nummer 2, 3 und 3a EStG sind als Sonderausgaben zu berücksichtigen, soweit

Unabhängig davon ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob die Schweiz im Quellsteuer- oder im ordentlichen Veranlagungsverfahren den Abzug der Sonderausgaben zulässt.